Seit 2013 engagiert sich Leslie Malton als Botschafterin der Elternhilfe. Ihr Augenmerk ist vor allem diese Erkrankung bekannter zu machen und den Familien früher Hilfe zukommen zu lassen. Neben ihrem Buch “Brief an meine Schwester” nutzt Leslie Malton ihre mediale Präsenz, um auf das Schicksal der am Rett-Syndrom erkrankten Kinder und ihre Familien aufmerksam zu machen. Sie spendet das komplette Honorar als Autorin, für ihre Lesereisen sowie Auftritte in unterschiedlichen TV-Formaten zum Thema Rett  für das Forschungsprojekt der Elternhilfe. Wir sagen DANKE

 

Im Mai 2012 las ich einen Artikel über das Rett-Syndrom und ahnte, was für eine Krankheit meine Schwester haben könnte. Ein Besuch bei Prof. Dr. Bernd Wilken gab mir Gewissheit. Während dieses Gesprächs musste ich vernehmen, dass die meisten Ärzte den Eltern von Rett-Töchtern sagen: Die Kleine ist langsam, faul, oder: Das wird schon. Genau diese Aussage, diese „Diagnose“ hörten meine Eltern vor 53 Jahren!! Das darf nicht sein, da muss man gegensteuern, dachte ich mir. Professor Wilken brachte mich mit der Elternhilfe zusammen und gemeinsam beschlossen wir, dass ich als Botschafterin für sie und die Rett-Mädchen/Frauen tätig werden würde.

Ich habe es mir zur Aufgabe gemacht, für die Rett-Mädchen/Frauen zu sprechen, auf sie aufmerksam zu machen, für diese Behinderung ein Bewusstsein zu schaffen und über sie zu informieren, damit kein Mädchen, keine Frau mit Rett-Syndrom mehr als „langsam“ abgetan werden kann.

Ich bin meiner Schwester dankbar, weil sie mir einen Weg ins Leben gezeigt hat, den ich sonst nie gegangen wäre. Jetzt ist es an der Zeit etwas für sie zu tun.

Leslie Malton

Leslie Malton bei Beckmann am 09.01.2014

Clipping Übersicht Leslie Malton BRIEF AN MEINE SCHWESTER

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– Interview Tagesspiegel 27.10.2013: Warum wurde Marion krank und nicht ich? (oder pdf)