Unter Stereotypien versteht man rhythmische Bewegungen, die hochgradig automatisiert sind und unbewusst ablaufen. Sie können, wenn überhaupt, nur durch starke Reize von außen unterbrochen werden.

Am auffälligsten sind die typischen Handstereotypien: Die Kinder kneten, reiben oder wringen die Hände vor dem Körper. Einige klopfen mit den Händen, z. B. auf die Schulter oder klatschen. Auch seitlich abgewinkelte Arme mit drehenden Handbewegungen, gleich einer Tempeltänzerin, kommen vor.

Viele Kinder entwickeln grobmotorische Stereotypien, die sich in Rumpfschaukeln, Oberkörperpendeln oder Trippeln auf der Stelle äußern. Auch das Zähneknirschen wird zu den Stereotypien gerechnet und tritt wie diese gehäuft in eher langweiligen oder im Gegenteil sehr fordernden Situationen auf.